Zitate

„In einem Zustand geistiger Onanie bin ich auf die Idee gekommen, den Gastrinspiegel abzunehmen.“
– Ein Chirurg setzt sein durchschnittliches Internes wissen in die richtigen Proportionen

„Kann mir das jemand aus den Augen putzen, aber ohne Alkohol bitte.“
„Ich würd‘ schon einen Schluck nehmen… Keine Sorge, ich habe heute noch nichts getrunken, es ist noch vor 10 Uhr.“
„Sie müssen das so sehen Herr Kollege, irgendwo wo auf der Welt ist jetzt sogar schon 16 Uhr.“
– Ein KPJler nutzt die kurze Unterbrechung im Urologie-OP um seine eigene Alkoholanamnese zu erzählen, der operierende erste Oberarzt macht mit

„Guten Morgen Herr Professor! Ich bin der neue KPJler, darf ich ihnen heute Gesellschaft leisten?“ – „Wenn ich ehrlich bin passt mir das gar ned, wenn’S niemanden andren finden können’S ja nochmal bei mir vorbeischauen.“
In Lehrkrankenhäusern wird Lehre großgeschrieben

„Nur Klares ist Wahres.“
– Ein Arzt im Gespräch mit einem alkoholabhängigem Patienten

„Wie war des, ihr ganze Familie besteht aus Ärzten?“ – „Naja, mei Schwiegersohn is Orthopäde und meine Söhne san a Unfallchirurg und a Zahnarzt.“ – „Aso, also doch nur ein Arzt in der Verwandtschaft.“
– Ein Assistenzarzt erklärt einer Patientin die richtige Definition seines Berufes

„Well, that escalated quickly.“
Einem Assistenzarzt der Onkologie kommt beim Besuch auf der Palliativstation der Name einer kürzlich diagnostizierten Patientin unter

„Un, dos, tres. Un pasito pa’lante, Maria“
– Ein Gynäkologe schallt eine Patientin mit Zwillingsabort und übt seine Gesangsfähigkeiten

„Frauen können ganz leicht austesten, mit welchen Finger mehr erreicht werden kann.“
– Ein KPJler senkt das ohnehin schon tiefe Niveau

„Tut das weh?“
„Ich scheiß mich gleich an.“
– Ein KPJler will danach die digitale rektale Untersuchung schnell beenden

„Die besten Dinge im Leben sind gratis. Wie Herpes.“
– Ein KPJler betätigt sich als Teilzeitphilosoph

„Warum liegt die Patientin wegen Varizen an den Beinen auf der Gastroenterologie?“
„Der Ösophagus ist ja nicht so weit weg von den Beinen.“
– Ein KPJler weiß die Antwort auf alle Fragen

„Dir ist eh klar, dass Du jetzt am untersten Ende der Hierarchie bist und die ganze Drecksarbeit, die sonst keiner machen will, machen musst?“
„Ja, das weiß ich eh von meiner anderen Famulatur.“
„Gut, zum Beispiel nimmst Du bei der Visite jeden Tag den Blutdruck von allen Patientinnen oder Patienten.“
„Okay.“
– Ein KPJler bereitet den Famulanten auf seine nächsten vier Wochen vor

„Ich kann nur zum Essen kommen, wenn ich nicht wieder im OP gefangen bin.“
„Findets ihr ohne Anästhesie die Tür auch nicht?“
– Ein zukünftiger Internist fixiert ein Date mit einem zukünftigen Chirurgen

„Bei der Aszitespunktion stichst einfach in den Bauch, und wenns’D dann das Rörchen ansteckt schießt’s so raus: Pfffffffffffffffrzrzrzztzrzrzrzrzrzrzrzrzrzr.“
– Ein zukünftiger Gastroenterologe erzählt begeistert von seiner ersten Aszitespunktion

„Schau jetzt bist du in der Hierarchie gestiegen und nicht mehr ganz unten! Du bist jetzt Leader! Du kannst frei über die Famulanten verfügen!“
– Ein Assistenzarzt trägt die Hackordnungstraditionen weiter

„Warum hast die Tür zum Untersuchungszimmer offeng’lassn? Willst das die ganzen Untoten hier einfallen?“
– Ein Assistenzarzt beschäftigt sich begeistert mit griechischer Mythologie

„Ich war vier Tage am Lakeside, ich bin zu alt für diesen Scheiß.“
„Ich war nie jung genug für diesen Scheiß.“
– Ein KPJler erzählt einem gleichaltrigen Pfleger nach dessem Urlaub über sein relativ langweiliges Leben

„Der hatte im Studium aber noch keine soziale Kompetenz Lehrveranstaltung.“
– Ein KPJler ist beeindruckt vom Auftreten der Obrigkeit

„Das wäre logisch, aber so ist es nicht.“
– Ein Primar ein Grundprinzip bei vielen Angelegenheiten

„Man darf sich in diesem Beruf nicht selbst fertigmachen.“
„Und man muss ein bisschen Alkohol missbrauchen.“
– Ein KPJler erzählt einer Mitarbeiterin des Gesundheitssystems seine wichtigsten Karrierepläne

„Harn ob.“
„Sie hat ein ein OB im Harn?“
– Eine Assistenzärztin verwirrt die Schreibkraft beim Diktieren

„SMD – der Volkssturm unter den Rettungsorganisationen.“
– Ein Assistenzarzt beschwert sich über die Rechtschreibung der Rettungsfahrerinnen und Rettungsfahrer

„Wo finde ich eine neue Rolle Tupfer?“
„Ich mach das schon später, nehmen Sie nur Blut ab.“
– Einem KPJler ist ein einzelner Tupfer zum Blutabnehmen fast zu wenig

„Wo könnte ich Orangensaft für den Herren auftreiben?“
„Kein Stress, der hat noch genug Zeit zum Trinken.“
– Ein KPJler ist verzweifelt auf der Suche nach Arbeit

„Was machen Sie da?“
„Ich helf‘ der Dame ins Bett.“
„Die kann warten.“
– Ein KPJler überschreitet seine Kompetenzen

„Wenn ich in einem anderen Spital neu anfange, lass‘ ich mich von den Schwestern sicher nicht mehr duzen“
– Ein Turnusarzt versteht genau, wie der Respekt der Arbeitskolleginnen und -kollegen verdient werden kann

„Bevor’s die Inflation auffrisst, frisst man’s lieber selber.“
– Ein KPJler berichtet über einen Patienten mit einer 2-Euro-Münze im Ösophagus

„Seits Netflix gibt, ham Patienten überhaupt kane Skrupel mehr, jetzt kommen’s zu jeder Tages- und Nachtzeit in die Ambulanz.“
– Ein Assistenzarzt analysiert die Zukunft der Medien und die dadurch beeinflusste Zukunft von Ambulanzen

„Wie viel Gramm sind eigentlich eine Line Kokain?“
– Ein Assistenzarzt im Nachtdienst

„Mit NaCl spült man, oder?“
– Eine KPJlerin kommt schon früh drauf

„Gehts ihr auch manchmal früher?“
– Eine KPJlerin ist fast zu pflichtbewusst

„Aller guten Dinge sind drei.“
– Ein KPJler ist beim Stechen sehr zuversichtlich

„Bei 47 Stunden bin ich nicht Schuld an der Embolie und die Frau Pilz lässt mich in Ruhe.“
– Ein Primarius deckt auf, warum bei länger andauerndem Vorhofflimmern ein TEE durchgeführt werden sollte

„Kennt noch jemand Jörg Haider? Der hat auf seinen Taferln auch das gemacht, was die Pharmafirmen bei Präsentation machen.“
– Ein Primarius erklärt den Unterschied zwischen relativem und absolutem Risiko, und Tricks fürs Balkendiagrammlesen

„Ich bin ein Freund von Analgesie, als Humanist.“
– Ein Primarius kann sich auch nicht vor dem Humanismus verstecken

„Was sind zwei Gynäkologen vor einem EKG? Eine Doppelblindstudie!“
Ein Primarius erzählt einen oldie but goldie in der frauenärztinnen- und frauenärztefeindlichen Variante

„Eine Operation ist nicht indiziert.“
– Ein Primar beantwortet einem im sterben liegenden Lynch-Syndrom Patienten empathisch die Frage, warum er nicht mehr operiert wird

„Weu’S deppat san.“
– Ein Pfleger beruhigt empathisch und geduldig eine ältere Patientin

„Herr Doktor, ich habe gerade 40 Grad Fieber!“
„Das ist ja schön.“
– Ein Arzt schreibt seinen Arztbrief während der Behandlung empathisch weiter

„Pankreatitis ist die Atombombe der Gastroenterologie.“
– Ein Primar lehrt sehr poetisch

„Es ist keine ärztliche Aufgabe zu schreiben.“
– Ein Arzt will einem KPJler das Diktieren näherbringen

„Ihr könnt nicht gemeinsam essen gehen. Wir gehen auch nicht essen.“
– Eine Ärztin nimmt nur Lichtnahrung zu sich

„Ich mache Tauchmedizin dazu, das macht Spaß. Da geht alles privat, und das macht auch Spaß.“
– Ein Allgemeinmediziner, der sehr auf das Wohl seiner PatientInnen beim Tauchen achtet.

„Weil’s schon immer so war, warum sollt’s jetzt anders werden?“
– Jede/Jeder

„Ich hab den Titel ned vergessen, nur weggelassen. Magister ist für mich kein Titel, das is mit Matura gleichzusetzen.“
– Ein Assistenzarzt erklärt den Wert seines eigenes Medizin-Diplomstudiums ironischerweise über das Weglassen eines Titels beim Aufrufen einer Patientin

„Früher sind wir da runter nach Afrika gefahren, und haben den Kontinenten erforscht. Das war der Dr. Livingstone, der hat ja auch mit dem Tropenfieber zu tun gehabt. Vielleicht habe ich das auch. Und heute, heute kommen die zu uns rauf!“
– Ein sehr gebildeter Patient diagnostifiziert sich selbst

„Bei dem was Du alles noch nicht weißt, solltest Du immer was zum Schreiben mithaben. Schreib das jetzt wo auf!“
– Ein Assistenzarzt (Offiziell: Arzt im Turnus zum Facharzt) zu einem KPJler

„Jetzt lernen Sie Problemlösungskompetenz. Man startet das Emailprogramm, kopiert das betroffene Objekt hinein und tippt dann… sekretaeriat@[…]“
– Ein Primar hat EDV-Probleme und lehrt dabei die wichtigsten Dinge für die Karriere

I’m sorry, if you have food and a friend, what are you bitching about?
– Patch Adams

Robin Williams:

„You’re only given a little spark of madness… and if you lose that, you’re nothing.“

„No matter what people tell you, words and ideas can change the world.“

„Some people say Jesus wasn’t Jewish. Of course he was Jewish! Thirty years old, single, lives with his parents, come on. He works in his father’s business, his mom thought he was God’s gift, he’s Jewish. Give it up.“

„Do you think God gets stoned? I think so … look at the platypus.“

„Carpe per diem – seize the cheque.“

„We’ve had cloning in the South for years. It’s called cousins.“

„Reality is just a crutch for people who can’t cope with drugs.“

„After my heart attack, my heart was all out of rhythm. It sounded like I had Tito Puente from an Afro-Cuban band on the front valve. Then they do an angiogram, which is going through your groin to get to your heart. And who knew that was the way to a man’s heart? I have a cow valve now. It’s wonderful. I can shit standing up.“

„Everyone has these two visions when they hold their child for the first time. The first is your child as an adult saying ‚I want to thank the Nobel Committee for this award‘. The other is ‚You want fries with that?’“

„Charlie Chaplin, Buster Keaton, Stan Laurel and Oliver Hardy, The Marx Brothers. Comedy is a great art when it works. I’ve never seen anything funnier than Eddie Murphy in The Nutty Professor, that scene at the dinner table. That alone should get an award if you are just talking about sheer funny but they are always talking about ‘well, is it meaningful?’ Well, sure it’s meaningful if you come out and you had a great laugh.“

„Comedy is acting out optimism.“

„Das ist nicht meine Aufgabe als KPJlerin.“
– Eine Standard-KPJlerin

„Das ist eines der wenigen Essen in meinem Leben, das ich nicht aufessen kann.“
– Ein anderer KPJler hat andere Prioritäten

„Ihr KPJler führts ein Bastarddasein! Kein Student mehr, aber auch kein Arzt!“
– Ein Oberarzt

„In Ägypten wird Aszites rausgeschwitzt!“
– Ein Student

„Stationsarbeit ist ziemlich langweilig.“
– Ein Student lernt schon im sechsten Studienjahr das Arbeitsbild Auszubildender kennen

„Ich habe gedacht, der Primar hat immer Recht!“
– Ein Student in der Morgenbesprechung
„Prinzipiell natürlich schon.“
– Ein Primar
„Aber nur im Haus!“
– Eine Oberärztin

„Do werds donn sicher betoniert! Des is teilweise die anzige Freid, de de im Leben hobn – Studenten betonieren!“
– Ein Primar philosophiert fernab seiner Heimat über kollegiale Dynamik
„Was heißt bitte betonieren?“
– Eine Studentin aus Wien

„Zahnärzte sind ja Sadisten!“
– Ein Patient

„Regeln sind dazu da, um gebrochen zu werden.“
– Eine Mitarbeiterin der Direktion

„Wie soll ich das in den Brief schreiben?“ – „Na so wies ist: ‚Patient brunzt vom Bettrand absichtlich auf den Boden‘.“
– Ein Pfleger bringt dem Studenten das Briefeschreiben bei

„Da Oberarzt hat gsagt, de Tibia is gebrochen, im MR sieht ma aber nix. Also muss des MR falsch sein.“
– Ein Oberarzt zweifelt eine Bildgebungs-Zuweisung an

„Wie hoch soll da INR sein? Kleiner null?“
– Anonym

„Wo wollen Sie’s hineinhaben? Vorne oder hinten?“
– Ein frischer Turnusarzt fragt die Oberärztin nach ihren Vorlieben,
beim Einordnen von EKGs

„Hast Du auch die rektale Untersuchung gemacht?“
– Eine Oberärztin bereitet einem Studenten zum allerersten mal eine der größten Freuden im ÄrztInnenberuf
„Ich halte die Stellung, lass uns danach essen gehen!“
– Ein netter Kommilitone lässt seinem lieben Freund den Vortritt

„Füße zu halten ist die Königsdisziplin der Medizin.“
– Ein leidenschaftlicher Orthopädiefan „freut“ sich spürbar auf das Chirurgietertial
„Meinst Du jetzt das Bein oder den Fuß?“

– Ein Deutscher akzeptiert kein schwammiges Österreichisch

„Die Famulantin weiß das auch nur, weil sie neben dem KPJler sitzt.“
– Der humorvolle Primar findet gefallen am Famulanten-Bashing seines KPJlers.

3 comments to “Zitate”
  1. Ein Endokrinologe interessiert sich für alles, was im Körper hormongesteuert ist. Nebennierenrinden, Schilddrüse etc. Die machen sehr umfassende Bluttests, es ist einen Versuch wert.

  2. „und heute war auch eine famulantin im nachtdienst-“

    „bitte ich bin schon kpj-studentin…“

    „famulantin – das kannst nicht auf dir sitzen lassen, gell?“

    (eine kpj-studentin beansprucht währned der morgenübergabe ihren platz in der hackordung)

  3. „brav, dass du so oft nachtdienste machst!“

    „ich flüchte vor den vielen famulanten…“

    „beneidenswert. bei uns sind wir ihnen restlos ausgeliefert.“

    (zwei kpj-studentinnen, die nicht mehr den ganzen tag verfolgt werden wollen)

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